SPD begleitet den Verkehrsversuch Wiehbergstr sehr kritisch und ergebnisoffen

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In den vergangenen Tagen standen Mitglieder der SPD-Bezirksratsfraktion Döhren-Wülfel lange Zeit am Rand der Abelmannstraße im Stadtteil Döhren. Zu verschiedenen Zeiten wollten sich die Sozialdemokraten ein eigenes Bild von den Auswirkungen des Verkehrsversuchs Wiehbergstraße machen.

„Auch wenn einige Gruppierungen es gern anders verbreiten: Wir sind nicht festgelegt. Für uns hat der Verkehrsversuch einen ergebnisoffenen Ausgang", sagt Bert Oltersdorf,

Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtbezirk. Hintergrund ist, dass derzeit mit einer provisorischen Verkehrslenkung die Stadt Hannover versucht, Autofahrer daran zu hindern, das Wohngebiet entlang der Wiehbergstraße als bequeme Abkürzung Richtung Süden zu nutzen.

Die SPD bekennt sich dazu, dass sie die Vorgehensweise mit Bildung eines Verkehrsforums und Durchführung eines Praxistests, mit den von diesem Gremium erarbeiteten Vorschlägen, unterstützt hat.

Lange Zeit hatten sich die Anlieger der Wiehbergstraße über den starken Durchgangsverkehr in ihrer Straße beschwert. Die Stadt initiierte darauf ein sogenanntes Verkehrsforum, in dem interessierte Bürger und Verkehrsexperten gemeinsam nach einer Lösung suchten. Bert Oltersdorf: „Wenn man Bürgerbeteiligung ernst nimmt, sogar einen Arbeitskreis ins Leben ruft, dann kann man die so erarbeiteten Vorschläge nicht einfach abheften.

Insgesamt sind ca. 2.500 Einladungen in den Briefkästen verteilt worden. Ausdrücklich gewünscht war die breite Mitwirkung der Bewohner des Quartiers Brückstr., Abelmannstr., Hildesheimer Str., Wiehbergstr. Frobösestr., Am Lindenhofe. Eingeladen waren sie jedenfalls, das Bürgerforum war für alle offen. Oltersdorf weist aber darauf hin, dass schon im November 2008, als die Stadtverwaltung den Verkehrsversuch im Bezirksrat erstmals vorstellte, seine Fraktion Wert darauf gelegt habe, dass es sich nur um einen Versuch handele und nicht endgültig entschieden werde.

„Das Oberziel des Verkehrsversuchs, die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Wiehbergstraße und im gesamten Quartier, muss erreicht werden“, so Bert Oltersdorf. Die SPD wird auch weiterhin mit eigenen Verkehrszählungen und –beobachtungen den Verkehrsversuch begleiten.

Die Stadt hat mittlerweise den ursprünglich geplanten Zeitrahmen von einem halben Jahr auf drei Monate abgekürzt. Im Juni läuft die provisorische Verkehrsführung aus. Diese Zeit sollte nun auch abgewartet werden, damit anhand verlässlicher Daten weiter diskutiert werden kann. Keinesfalls sollten Bürger aus der Wiehbergstraße gegen Bürger aus der Abelmannstraße ausgespielt werden. Abschließend rät Bert Oltersdorf allen Betroffenen, ihre positiven wie negativen Erfahrungen aufzuschreiben und dem Stadtbezirksmanager (E-Mail: 18.63.08@Hannover-Stadt.de) mitzuteilen. „Dann fließen wirklich alle Aspekte in die endgültige Entscheidung ein“, sagt er.

Der Bezirksrat kann übrigens selbst auch nur seine Meinung zum Verkehrsversuch äußern, entscheiden kann er in dieser Hinsicht nichts. Das ist allein Sache der Rates der Landeshauptstadt Hannover und der Stadtverwaltung. Dies hatte die Kommunalaufsicht des Landes auf Nachfrage der CDU-Fraktion verbindlich geklärt.
 

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