Grünes Licht für die vorgezogene Bürgerbeteiligung zum Logistik-Zentrum neben der Messe – Bert Oltersdorf: „Entscheidung nicht leicht gemacht“

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Mit den Stimmen von SPD und Grünen billigte der Bezirksrat Döhren-Wülfel auf einer Sondersitzung am Mittwoch, den 5. Oktober, die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das Gelände zwischen Weltausstellungsallee, der Emmy-Noether-Allee und der Stockholmer Allee. Dort, wo heute noch Messeparkplätze sind, möchte die Stadt gern ein Logistikzentrum eines Internethändlers ansiedeln. Mit 1000 und mehr Arbeitsplätzen auch für weniger Qualifizierte lockt das „renommierte Unternehmen

im Versandhandelsbereich“, dessen Name aber nicht genannt wurde.

Der Bezirksrat tagte gemeinsam mit den Politikern des Nachbarbezirks Kirchrode-Bemerode-Wülferode und den Mitgliedern des Bau- und des Umweltausschusses des Rates im Hodlersaal des Neuen Rathauses. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Bert Oltersdorf. Noch vor Beginn der Sitzung wurde von den Sozialdemokarten kritisiert, dass in der vorgelegten Drucksache nicht ausreichend Informationen enthalten seien. Insbesondere befürchtete die SPD eine zusätzliche Verkehrsbelastung der angrenzenden Wohngebiete.

Vertreter der Stadtverwaltung, allen voran Umwelt- und Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff warben jedoch eindringlich für das Vorhaben, beantworteten die in der Sitzung gestellten Fragen. Mönninghoff argumentierte, auch aus ökologischen Gründen sei es sinnvoll, dieses Unternehmen in der Stadt neben den Messeschnellweg anzusiedeln. Ein Standort irgendwo draußen auf dem Lande weit ab vom Schuss würde wegen der langen Anfahrtswege letztendlich in der Gesamtbetrachtung zu noch viel mehr Verkehr führen. Und die versprochenen 1000 neuen Arbeitsplätze seien nicht zu verachten. Die Verwaltung versprach, sich sowohl um die Verkehrsführung zu kümmern, als auch intensive Gespräche mit den Bürgern vor Ort zu führen. „Das alles hat uns überzeugt“, sagt Bert Oltersdorf. „Es geht schließlich bislang nur um die vorgezogene Bürgerbeteiligung. Und die Bürger sollen ja gerade beteiligt werden.“

Da das Gebiet zweier Bezirksräte berührt ist, haben die Bezirksräte im Übrigen auch nicht viel zu sagen. Sie können lediglich eine Stellungnahme abgeben, jedoch keine Entscheidung treffen. Dafür ist in diesem Fall der Verwaltungsausschuss der Stadt zuständig.

 
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