Bezirksrat Döhren-Wülfel im April: Der Aussichtsturm in der Leineaue wird doch nicht gebaut

Foto: Jens Schade
 

Überraschende Mitteilung im Bezirksrat: Mit dem Aussichtsturm in der Leinemasch wird es nun doch nichts. Das erfuhren die örtlichen Politiker auf der April- Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel im Freizeitheim Döhren.

Im Jahre 2012 forderte der Bezirksrat auf Initiative der SPD-Fraktion einen kleinen Beobachtungsturm in der Döhrener oder Wülfeler Leineaue. Gedacht war an ein Bauwerk, wie es auch schon im Wassergewinnungsgelände bei Laatzen-Grasdorf steht.

 

Die Signale aus dem Rathaus waren damals positiv. So wurde allgemein davon ausgegangen, dass das Turmprojekt auf einen guten Weg sei. Weil aber bislang immer noch nichts geschehen ist, hakte die SPD nun mit einer Anfrage nach. Jens Schade: „Welche Hinderungsgründe bestehen, dass das Projekt bislang noch nicht umgesetzt wurde?“

Die Antwort der Verwaltung war enttäuschend: „Eine Aussichtsplattform in der Wülfeler Masch ist nicht sinnvoll“, hieß es. Es drohten „Missnutzungen“, etwa als Schlafplatz für Obdachlose oder als Gelände zum Feiern von Partys.

Kleines Scharmützel im Antragsteil der Sitzung: Die Christdemokraten mochten sich einen gemeinsamen rot-grünen Antrag zur Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtbezirk nicht anschließen. In diesem Vorstoß von SPD und Grünenfraktion wurden die im Stadtbezirk untergebrachten Flüchtlinge willkommen geheißen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung aber aufgefordert, den Kärntner Platz im Waldhausen von allen zukünftigen Standortüberlegungen für neue Flüchtlingsunterkünfte dauerhaft auszuschließen und Mittelfeld nicht mit noch mehr Flüchtlingswohnheimen als jetzt schon ohnehin in Planung zu belasten. Die Christdemokraten verweigerten konsequent ihre Zustimmung. Am Ende der längeren Diskussion wurde der Antrag aber dann mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU angenommen.

Anwohner hatten auf eine gefährliche Verkehrssituation an der Einmündung der Bregenzer Straße in die Hildesheimer Straße hingewiesen. Es habe schon Unfälle gegeben; außerdem seien oft Beinahe-Unfälle zu beobachten gewesen, hieß es in der Begründung eines SPD-Antrages, in dem eine rote Radwegefurt im Einmündungsbereich gefordert wurde. Der Antrag wurde vom Bezirksrat nach kurzer Aussprache angenommen. JS

2016-04-14_Bezirksrat_Wasserlehrpfad_660Foto: Jens Schade

Einen kleinen Aussichtsturm wie hier in Grasdorf (Laatzen) wünschte sich der Bezirksrat auch für Döhren-Wülfel. Doch die Stadt lehnt das Projekt ab.

2016-04-14_Bezirksrat_Radweg_660Foto: Jens Schade

Einmündung der Bregenzer Straße in die Hildesheimer Straße. Eine rote Radwegfurt soll den Verkehr sicherer machen.

 
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