Erste Stolpersteine in Döhren-Wülfel verlegt: Käthe und Fritz Meyerhof

2010-03-22_stolpersteine-doehren-3_150
 

Der Kölner Künstler und Bildhauer Gunter Demnig hat die ersten beiden messingfarbenen Platten in der Größe von Pflastersteinen in Döhren verlegt. Seit Dezember 2007 werden in Hannover auf diese Weise der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945 gedacht. Neben Menschen jüdischen Glaubens werden auch für Sinti, Roma, Behinderte und politisch Verfolgte solche Steine gesetzt. Die beiden Stolpersteine verweisen auf den letzten freiwilligen Wohnort

2010-03-22_stolpersteine-doehren-2_500

Das Ehepaar wohnte seit 1928 in der Abelmannstraße 18A (heute Lechstraße 2) im neu errichteten Haus von Paul König. Fritz Meyerhof arbeitete als Ingenieur beim Eisenwerk Wülfel. Das Ehepaar wurde am 15. Dezember 1941 nach Riga deportiert, wie so viele Hannoveraner jüdischen Glaubens.  Beide wurden später mit Datum vom 31. Dezember 1945 für tot erklärt.

2010-03-22_stolpersteine-doehren-1_381

Am Montag, 22. März 2010, wurde die erste Gedenkstätte dieser Art in unserem Stadtteil eingeweiht. Organisiert wurde diese Aktion von dem Stadtarchiv Hannover. Mit bewegenden Worten erinnerten Wolfgang Louis von der Louis Hausverwaltung und SPD-Ratsherr Manfred Müller an das schreckliche Schicksal der beiden Döhrener. „Stolpersteine halten die Erinnerungen an die Gräueltaten eines unmenschlichen Systems hoch“, so Bert Oltersdorf (Vorsitzender der SPD-Fraktion in Döhren-Wülfel
 

 
2010-03-22_stolpersteine-doehren-3_500
2010-stadtarchiv-stolpersteine-meyerhof-1
2010-stadtarchiv-stolpersteine-meyerhof-2
2010-stadtarchiv-stolpersteine-meyerhof-3
2010-stadtarchiv-stolpersteine-meyerhof-4
 
    Bürgergesellschaft     Innen- und Rechtspolitik     Kommunalpolitik     Menschenrechte
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.