Bezirksrat Döhren-Wülfel: Nachgefragt - Altkleider, Kita und ein Weg, der im Nichts endet
In den vergangenen Monaten wurde die Anzahl der Altkleidercontainer im Stadtbezirk deutlich reduziert. Verblieben sind nur Sammelcontainer auf Privatgrundstücken, die, so die SPD, häufig überfüllt sind. Kleidung und andere Gegenstände werden danach einfach neben den Containern abgelegt, wodurch sich an vielen Standorten regelrechte Müllinseln bilden. Die Anfrage: „Kleidung und andere Gegenstände werden neben den Containern abgelegt, wodurch sich an vielen Standorten regelrechte Müllinseln bilden. Dies beeinträchtigt das Stadtbild und führt zu zusätzlichem Reinigungsaufwand.“ Deshalb wollten die Sozialdemokraten im Anfragenteil der jüngsten Bezirksratssitzung wissen, wo im Stadtbezirk überhaupt noch Altkleider gesammelt werden und wie die Situation verbessert werden könnte. Die Antwort aus dem Rathaus war wenig überraschend und auch nicht zufriedenstellend. Alle Alttextilbehälter von den Wertstoffinseln seien abgebaut worden, wo noch auf privaten Flächen Sammelbehälter stehen, vermag die Stadt nicht zu sagen. „Mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 30.10.2025 (BDS 2262/2025) wurde die Entfernung der Alttextilbehälter von den Wertstoffinseln beschlossen. Die Verwaltung setzt die hierzu gefassten politischen Beschlüsse um. Ob und unter welchen Rahmenbedingungen künftig erneut Konzessionsmodelle oder andere Organisationsformen geprüft werden, bleibt einer entsprechenden politischen Beschlussfassung vorbehalten“, heißt es dazu. Und: „Neben der in diesem Antrag thematisierten Sammlung auf privaten Grundstücksflächen können Alttextilien auch auf den Wertstoffhöfen von aha abgegeben werden.“
In einer weiteren Anfrage wollte die SPD-Fraktion wissen, wie es um die Sanierung der Kita Brückstraße steht. Dazu kam eine äußerst knappe Antwort aus dem Rathaus zurück: „Aufgrund sinkender Kinderzahlen und knapper Haushaltsmittel sieht sich die Verwaltung gezwungen, die Planungen für die Sanierung der Kita Brückstraße noch einmal zu überprüfen. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden alle Beteiligten zeitnah informiert.“
Ein Wanderweg im Wald Seelhorst endet jetzt kurz vor dem ehemaligen „Alten Jagdhaus“, der früheren Waldwirtschaft Seelhorst, im Nichts. Eine Verbindung zu anderen Waldwegen oder zur Straße „Vor der Seelhorst“ gibt es nicht. Die Sozialdemokraten hakten in einer dritten Anfrage nach. Jetzt teilte die Stadt mit: „Bei dem Fußweg handelt es sich um einen Trampelpfad, der zur ehemaligen „Waldwirtschaft Seelhorst“ führte. "Das Gebäude sowie das umliegende Grundstück ist in Privateigentum und wird als solches genutzt“, heißt es. Die Wegesperre sei von den Eigentümern errichtet worden, die Anlage eines Durchgangs zu einem anderen Weg oder wenigstens eine entsprechende Hinweisbeschilderung, dass der Weg ins Nichts führe, sei nicht geplant.