Demokratie ist nicht selbstverständlich – sie lebt vom Mitmachen
Heute, am Internationalen Tag der Demokratie, erinnern wir daran, was unsere Demokratie für unser Zusammenleben bedeutet: Freiheit, Mitbestimmung, Respekt und die Möglichkeit, unsere Gesellschaft gemeinsam zu gestalten.
Demokratie ist dabei viel mehr als alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Sie lebt davon, dass Menschen ihre Meinung sagen, Verantwortung übernehmen, sich einmischen und bereit sind, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Gerade in einer Zeit, in der politische Diskussionen zunehmend von Zuspitzungen, Misstrauen und manchmal auch von Respektlosigkeit geprägt sind, ist es wichtig, sich bewusst und deutlich für unsere Demokratie einzusetzen. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie, Streit über politische Fragen gehört dazu.
Demokratie beginnt nicht irgendwo weit entfernt in Berlin oder Brüssel. Sie beginnt vor unserer eigenen Haustür.
In unseren Stadtteilen erleben wir jeden Tag, wie wichtig Beteiligung und Zusammenhalt sind. Menschen engagieren sich in Vereinen, Initiativen, Gewerkschaften, Nachbarschaften und Parteien. Sie organisieren Veranstaltungen, helfen anderen, setzen sich für ihre Umgebung ein oder bringen ihre Ideen in politische Diskussionen ein.
Auch unser SPD-Ortsverein ist ein Teil dieser demokratischen Kultur. Für uns bedeutet politische Arbeit nicht nur, Anträge zu schreiben oder Wahlkampf zu machen. Es bedeutet vor allem, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, Probleme aufzunehmen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir unser Umfeld und unsere Gesellschaft besser machen können.
Dabei ist uns wichtig: Politik darf nicht nur in Sitzungsräumen stattfinden. Sie muss dort stattfinden, wo Menschen leben. Auf der Straße, beim Stadtteilfest, im Verein, auf dem Wochenmarkt, bei Veranstaltungen oder einfach im Gespräch mit der Nachbarschaft.
Wir erleben immer wieder, wie viele Menschen gute Ideen haben und bereit sind, sich einzubringen. Genau dieses Engagement ist es, das unsere Demokratie stark macht.
Demokratie bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich in einem Ortsverein engagiert, kandidiert, Wahlkampf macht, Veranstaltungen organisiert oder sich für ein konkretes Anliegen einsetzt, trägt seinen Teil dazu bei. Das gilt genauso für alle Menschen, die sich außerhalb von Parteien engagieren.
Jede und jeder kann einen Beitrag leisten.
Und natürlich gehört zur Demokratie auch das Wählen. Das Wahlrecht ist eines unserer wichtigsten demokratischen Rechte. Es gibt uns die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wer politische Verantwortung übernimmt und welchen Weg unsere Gesellschaft einschlagen soll.
Doch Demokratie endet nicht am Wahltag. Sie beginnt danach jeden Tag aufs Neue: durch Beteiligung, durch Diskussion, durch Engagement und durch den respektvollen Umgang miteinander.
Wir wollen deshalb auch weiterhin dazu beitragen, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich einbringen können. Wir wollen Politik vor Ort gestalten und gleichzeitig offen sein für Kritik, neue Ideen und unterschiedliche Perspektiven.
Denn eine lebendige Demokratie braucht Menschen, die nicht nur zuschauen, sondern mitmachen.
Am Internationalen Tag der Demokratie sagen wir deshalb ganz bewusst:
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine gemeinsame Aufgabe.
Sie lebt davon, dass wir uns einmischen.
Sie lebt davon, dass wir Verantwortung übernehmen.
Sie lebt davon, dass wir miteinander statt übereinander reden.
Und sie lebt davon, dass wir auch dann zusammenhalten, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.
Demokratie lebt vom Mitmachen