Einstimmig: Der Bezirksrat Döhren-Wülfel beschloss in seiner Dezember-Sitzung auf Antrag der SPD-Fraktion, dass die Stadtverwaltung prüfen soll, ob auch im Stadtteil Waldhausen ein Bücherschrank aufgestellt werden kann. Dr. Gudrun Koch(SPD): „Waldhausen ist der einzige Stadtteil im Stadtbezirk Döhren-Wülfel, der bislang ohne öffentlichen Bücherschrank auskommen muss. Als Standort könnte möglicherweise die Hildesheimer Straße - Westseite - in der Nähe des Medizinischen Dienstes in Betracht kommen.“

Im Anfragenteil wollte die SPD wissen, wie lange noch die Brücke über den Messeschnellweg im Wald Seelhorst gesperrtbleibt. Die Stadt: „Derzeit laufen Untersuchungen, deren Dauer oder Ergebnis nicht vorweggenommen werden kann. Die Landesbehörde wird rechtzeitig auf dem üblichen Wege informieren, sobald nähere und belastbare Informationen vorliegen.“

Sehr kritisch sehen die Sozialdemokraten die Pläne der Stadt, Grundstücke an der früheren Radrennbahn zu verkaufen. Das Land Niedersachen will dort eine Aufnahmebehörde für Flüchtlinge mit 750 Plätzen errichten. Dazu hat die Verwaltung einen Bebauungsplan-Entwurf vorbereitet (B-Plan-Nr. 1944). Eine Entscheidung seitens des Ortsparlaments ist noch nicht gefallen. Das Thema wurde erst einmal auf die Februar-Sitzung des Bezirksrates im kommenden Jahr vertagt.

Fraktionsvorsitzender Jens Schade: „Die Leinemasch ist ein ökologisch wertvolles Landschaftsschutzgebiet mit vielen Tier- und Pflanzenarten. Zudem kann die Wilkenburger Straße bei Hochwasser unpassierbar sein. Die Stadt sollte auch einen anderen Standort prüfen.“ Ein Verkauf dieser städtischen Grundstücke – unabhängig von deren Nutzung - wird seitens der SPD-Fraktion ebenfalls als nicht glücklich eingestuft.

Viele Bürgern aus Wülfel verfolgten die Beratung und sprachen sich gegen die Pläne von Stadt und Land aus. Die Sportschützen verwiesen auf die benachbarte Schießsportanlage; dort sei die ganze Woche Betrieb und die Schussgeräusche würden zu den Flüchtlingsunterkünftenhinüberschallen. Ein ehemaliger Radsportler plädierte dafür, stattdessen die Radrennbau neu aufzubauen. Jetzt soll erst einmal innerhalb der Fraktionen im Bezirksrat das Thema weiter intensiv diskutiert werden. Die SPD-Fraktion verspricht: „Das Projekt ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Wir werden die Beschlussdrucksache der Verwaltung jedenfalls nicht einfach durchwinken.“