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16. September 2020: Elsenborner Straße /Hoher Weg: Verkehrszeichen waren Thema im Bezirksrat

Die Kreuzung, die keine Kreuzung sein soll: Dort wo Peiner Straße, Hoher Weg und Elsenborner Straße im Stadtteil Seelhorst aufeinandertreffen, sorgen Verkehrsschilder mehr für Verwirrung, als dass sie den Verkehrsteilnehmern helfen.

Einmal mehr war diese Situation Thema in der September-Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel. SPD und CDU waren jeweils mit Anträgen angetreten, um eine bessere Verkehrsführung zu erreichen. Letztendlich machte der Vorschlag der Sozialdemokraten das Rennen; der SPD-Antrag wurde mehrheitlich angenommen; der Antrag der Christdemokraten scheiterte.

Der Bezirksrat forderte die Stadtverwaltung nunmehr auf, „unter Beteiligung von Polizei und Üstra, die derzeitige Verkehrslenkung und Beschilderung einschließlich aller Fahrbahnmarkierungen im Bereich Hoher Weg / Peiner Straße /Elsenborner Straße zu überprüfen, bessere Alternativen der Verkehrslenkung als derzeit auszuarbeiten und das Ergebnis dem Bezirksrat zeitnah vorzustellen.“ Ausdrücklich wird in dem Antrag auch die bisherige abknickende Vorfahrtsregelung infrage gestellt. Außerdem regen die Sozialdemokraten an, einen Zebrastreifen auf der östlichen Seite der Peiner Straße hinter der Kreuzung anzulegen. Im Laufe der Beratung ergänzten sie dann noch den Antrag mit dem Wunsch nach einem gemeinsamen Ortstermin.

Nicht durchsetzen konnte sich hingegen die CDU mit ihrer Forderung, einfach alle neu angebrachten Verkehrszeichen wieder zu entfernen. „Das löst das Gesamtproblem nicht“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende und überzeugte damit die Mehrheit der Bürgervertreter im Bezirksrat.

Hintergrund des ganzen Streites ist, dass die Stadtverwaltung die Kreuzung nicht als Kreuzung im rechtlichen Sinne ansieht. Um dies deutlich zu machen, wurden die nun umstrittenen Verkehrszeichen angebracht.

Während der Bezirksrat noch debattierte, informierten die Fachleute aus dem Bereich Straßenverkehrslenkung die Politiker per elektronische Mail über weitere dort geplante Maßnahmen. Danach soll die Fahrradspur auf der abknickenden Vorfahrt vom Hohen Weg in die westliche Peiner Straße besser gekennzeichnet werden. „Zusätzlich erfolgt die Markierung einer Sperrfläche, um das Geradeausfahren von Hoher Weg in Elsenborner Straße zu unterbinden“, schreibt die Verwaltung weiter und hofft: „Mit diesen Markierungen dürften dann alle ggf. noch bestehenden Unklarheiten bezüglich der Verkehrsbeziehungen beseitigt sein.“

Elsenborner Straße Foto: Jens Schade
Nach Ansicht der Stadtverwaltung geht es nicht geradeaus vom Hohen Weg in die Elsenborner Straße. Vielmehr muss erst nach rechts in die Peiner Straße und dann gleich nach links in die Elsenborner Straße gefahren werden. 

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