Die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel hat sich des Spielplatzes an der Riepestraße in Waldhausen angenommen. Rainer Zitzke (SPD): „Der Spielplatz hat großes Potential und ist naturnah gelegen. Er wird werktags auch vom Waldorfkindergarten Michael genutzt. Es ist wünschenswert, die Spielangebote zu ergänzen zum Beispiel durch Balanciermöglichkeiten, eine niedrige Rutsche für die Kleinen und eine Verbesserung der Attraktivität des Sandkastens etwa durch eine Spielgerätekiste.“ Die Sozialdemokarten beantragten daher in der Mai-Sitzung des Bezirksrates, dass die Verwaltung prüfen solle, inwieweit der Spielplatz Riepestrasse aufgewertet werden kann, insbesondere für die Nutzung für Kinder im Kita-Alter. Der Antrag wurde von der Bürgervertretung einstimmig angenommen.

Ebenfalls geschlossen votierten die Ortspolitiker für einen weiteren Antrag der SPD. Danach sollen in der Bothmerstraße die verblichenen Tempo-30-Hinweise auf der Straße erneuert werden. Fraktionsvorsitzender Jens Schade: „Mich hat ein Anwohner aus der Wiehbergstraße angeschrieben. Auch dort sollten die entsprechenden Fahrbahnmarkierungen wieder besser sichtbar werden.“

Die Sozialdemokraten stimmten nun auch den von der Stadt vorgelegten Bebauungsplanentwurf zum Grundstück Hildesheimer Straße 230 zu. Damit ist Der erste Schritt für den Bau von Wohnungen auf dem ehemaligen Grundstück der historischen Gaststätte Wichmann ist getan. Nach dem Planentwurf soll auf dem Grundstück Hildesheimer Straße 230 zur Straße hin ein Wohnhaus die Baulücke schließen („geschlossene Bauweise“). Das neue Gebäude muss sich dabei in der Höhe und der Dachhgestaltung an die vorhandenen Häuser links und rechts orientierren und zumindest optisch den Eindruck von zwei Wohnhäuser vermitteln. Die Baulinie darf pro Gebäude ausnahmsweise über eine Länge von sechs Metern für die Ausbildung von Zwerghäusern um 1,5 Meter in Richtung der Hildesheimer Straße überschritten werden. „Dies dient dazu, die Fassaden entlang der Straße zu gliedern und nimmt ein typisches Gestaltungsmerkmal der angrenzenden Bebauung auf“, heißt es dazu in der Begründung. Im hinteren Bereich des Grundstücks sind nach dem Plan dann mindestens drei Reihenhäuser zulässig.

„Den Plan akzeptiere ich mit Bauschmerzen“, sagte Jens Schade von der SPD. Ihm wäre es lieber gewesen, die Stadt hätte den – ursprünglich auch von den Eigentümern versprochenen - Wiederaufbau der Gaststätte Wichmann im Bebauungsplan vorgeschrieben. Doch die Juristen im Rathaus hatten da abgewinkt. Ihrer Meinung nach wäre das ein zu großer Eingriff in das Eigentum des Grundbesitzers und der Bebauungsplan deshalb rechtlich fehlerhaft gewesen. Mit dem Stimmen der Sozialdemokraten folgte der Bezirksrat mehrheitlich nun dem Verwaltungsvorschlag.