Trauriger Anlas: Zu Beginn der Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel Anfang Februar im großen Saal des Freizeitheims Döhren erhoben sich alle Bezirksratsmitglieder und Zuhörer zu einer Schweigeminute für den verstorbenen SPD-Politiker Dirk Battke.  Der Platz mit seinem Namensschild blieb unbesetzt, eine (elektrische) Kerze flackerte feierlich zu seinem Gedenken. Anschließend stiegen die Ortspolitiker dann in die Tagesordnung ein. Die SPD hatte dazu eine Reihe von Anfragen eingebracht.

Eine S-Bahn-Station Döhren/Waldhausen ist in weite Ferne gerückt. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel hat lange nichts mehr zu den laufenden Planungen zu dem geplanten Haltepunkt der S-Bahn im Stadtbezirk gehört. Deshalb brachte Willi Lindenberg für die SPD-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des Bezirksrates Döhren-Wülfel. „Gerade vor dem Hintergrund, dass in einigen Jahren der Bahnhof Bismarckstraße für mindestens ein Jahr geschlossen werden soll, wäre ein funktionierender Haltepunkt im Süden Hannovers von großer Wichtigkeit“, sagte er. Die Sozialdemokraten wollten wissen, wann kann mit der Indienststellung der geplanten S-Bahn-Station gerechnet werden kann.

Die Antwort der Verwaltung lässt kaum Hoffnung auf eine schnelle Realisierung aufkommen. Zwar berichtete Stadtbezirkskoordinator Sven Berger; „Der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens obliegt dem Eisenbahnbundesamt. Vermutlich kann aber in Kürze damit gerechnet werden.“ Dann kam jedoch der happige bittere Wermutstropfen. „Bisher anvisierte Bauzeiträume in den kommenden zwei, drei Jahren können jedoch seitens der DB InfraGO AG nicht ermöglicht werden. Eine Vielzahl bundesweiter Baumaßnahmen vor allem im Bereich der Generalsanierungen des Hochleistungsnetzes der Deutschen Bahn führen zu zahlreichen großräumigen Umleiterverkehren im Personen- und Güterverkehr. Da im Norden die Güterumgehungsbahn Hannover für diese Umleiterverkehre zwingend benötigt wird, können die im Rahmen des Stationsneubaus temporär benötigten Sperrungen dieser Strecke auf der Eisenbahnüberführung der Hildesheimer Straße nicht parallel erfolgen.“, so Berger.

Der Kärntner Platz ist ein städtischer Schmuckplatz in Waldhausen. Seit Kurzem wurden dort zusätzlich einige junge Bäume gepflanzt. Dr. Gudrun Koch (SPD) wollte wissen, was denn da genau in die Erde gesetzt wurde. „Die Pflanzungen sind z. T. Ersatzpflanzungen am selben Ort und Neupflanzungen. Die Baumarten können seit Kurzem über www.hannover-gis.de ganz einfach selbst eingesehen werden unter der Rubrik „Bäume“ „Bestandsbäume“ und „Baumpflanzungen“, so Bezirksratsbetreuerin Annina Janz.

In Döhren befindet sich eine alte Zisterne unterhalb des Fiedelerplatzes. Am gestrigen Donnerstag (5. Februar) wollte die SPD in der Bezirksratssitzung im Freizeitmehr mehr dazu wissen.  Laut Stadtverwaltung liegen die Anlagen in einer Tiefe von rund 0,5 bis drei Metern und bestehen aus etwa 25 zylindrische Einzelschachtbauwerke, die vermutlich in den 1940er-Jahren als Löschwasserzisternen angelegt wurden. Genaueres kann aber die Stadt nicht sagen, erfuhr der Bezirkstag auf eine weitere Anfrage der Sozialdemokraten.

Stadtbezirkskoordinator Sven Berger: „Trotz umfangreicher Archiv-Recherchen konnten seinerzeit keine Bauzeichnungen oder sonstigen Unterlagen bezüglich Bauweise und Funktion gefunden werden. Genauere Kenntnisse über den technischen Zustand aller Einzelschächte und eine Eignung zur Wasserspeicherung nach den aktuellen technischen Regeln liegen ebenfalls nicht vor.“ Und weiter: „Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Wassernutzung insbesondere für die Baumbewässerung wäre eine Sanierung der Zisternenanlage sicherlich sinnvoll. Die Bauweisen und die technischen Regeln für die Entwässerung des Straßenraumes sowie der Platzfläche haben sich in den letzten 60 Jahren jedoch grundlegend geändert, sodass eine Reaktivierung der Zisterne sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht abbildbar ist.“ Auf keinem Fall jedoch habe die Zisterne etwas mit dem mangelhaften Wasserablauf von der Oberfläche zu tun. Das liege vielmehr an der 23 Jahre alte Versickerungsanlage, die im kommenden Frühjahr saniert werden soll.


Text: Jens Schade