Die neue Velo-Route 8 in der Wiehbergstraße brachte eine veränderte Verkehrsführung für Kraftfahrzeuge mit. Das rief die Anwohner von Neckar- und Bothmerstraße auf den Plan, die seither unter einem stärkeren Durchgangsverkehr leiden. Die Stadtverwaltung vertröstete Anlieger und den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel immer wieder auf eine geplante Verkehrszählung. Im September 2025 hieß es dann, die Zahlen lägen mittlerweile vor, die Auswertung werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Weil seither nichts zu hören war, hakte Bezirksratsherr Willi Lindenberg (SPD) im Rathaus nach. In einem aktuellen Schreiben an die Mitglieder des Bezirksrates werden nun die Ortspolitiker erneut vertröstest. Der Fachbereich Tiefbau habe „aus personellen Gründen eine Rahmenvertragsfirma mit der Auswertung der Verkehrszählung beauftragen“ müssen, heißt es. Nunmehr rechne man mit einem Ergebnis bis zu den Osterferien.

Die Verwaltung sieht derzeit keine Notwendigkeit einer Aufnahme des Fiedelerplatzes in das neue Stadtplatzprogramm. Das wurde jetzt dem Bezirksrat Döhren-Wülfel mitgeteilt. Die Ortspolitiker hatten auf Antrag der SPD-Fraktion die Stadt aufgefordert, „Döhrens gute Stube“ in das „Stadtplatzprogramm aufzunehmen, um die positiven Potenziale des Platzes als zentralen Stadtteilplatz herauszuarbeiten, seine Aufenthaltsqualität zu steigern und ihn an die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahre anzupassen.“ Doch im Rathaus ist man der Ansicht, dass „an seiner Grundstruktur und seiner Gestaltungslinie … z.Zt. kein Änderungsbedarf“ besteht.

Eine gute Nachricht zum Fiedelerplatz gibt es dennoch. Denn immerhin räum die Stadtverwaltung ein, sie erkenne „die Defizite bzgl. der Stauwasserbildung an“ und verweist auf die für das Frühjahr 2026 vorgesehenen Sanierungsarbeiten der Versickerungsanlage zur Behebung der Pfützenbildung. 


 Text: Jens Schade