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Jetzt auch abgerissen: Letzter Teil der Fassade der historischen Gastwirtschaft Wichmann in Döhren Foto: Jens Schade
Jetzt auch abgerissen: Letzter Teil der Fassade der historischen Gastwirtschaft Wichmann in Döhren

10. Oktober 2021: Kunstrasenplätze, gefährliche Hunde, Abriss der letzten Reste von „Wichmann“: die SPD im Bezirksrat fragte nach

Endspurt für den bisherigen Bezirksrat Döhren-Wülfel. Am vergangenen Donnerstag trafen sich zum letzten Mal die Ortspolitiker zu einer Sitzung im Saal des Freizeitheims Döhren. Die fünfjährige Wahlperiode endet mit Ablauf des Monats. Und auch auf dieser Sitzung hatten sich die Bürgervertreter wieder einmal eine volle Tagesordnung gegeben. 

Der Abriss der letzten Reste der ehemaligen Gaststätte „Fritz Wichmann“ hat nicht nur die Gemüter der Döhrener Bevölkerung in Wallung gesetzt. Auch die SPD-Fraktion griff das Thema in einer Anfrage auf. „Aus welchem Grund wurden nun die letzten Fassadenteile abgebrochen und nicht wiederverwendet? Wird die äußere Fassade des Neubaus entsprechend der überkommenden Ansicht wieder rekonstruiert?“, wollen sie beim Oktobertreffen des Bezirksrates wissen.

Die Antwort der Verwaltung: Weil der neue Bauantrag einen vergrößerten Keller vorsieht, hätte dieser nur mit unvertretbarem Aufwand unter den verbliebenden Wandfragmenten errichtet werden können. Aber, so das Versprechen der Stadt: „Die Fassade wird wieder entsprechend rekonstruiert.“ Wann allerdings mit dem Bau tatsächlich begonnen wird, konnte Verwaltungssprecherin Gundula Ohlhorst auf Nachfrage nicht sagen.

Besorgte Bürger hatten sich an die Sozialdemokraten gewandt. Ein Hundebesitzer soll seinen Kampfhund am Fiedelerplatz und am alten Friedhof an der Fiedelerstraße ohne Maulkorb spazieren führen. Eine Beißattacke auf einen anderen Hund ist bereits bekannt. Rainer Zitzke (SPD) : „Viele Kinder, ihre Erziehungsberechtigten, aber auch Hundebesitzer meiden mittlerweile aus Angst diese Plätze.“ Stadtbezirksmanager Sven Berger bestätigte, dass die Gefährlichkeit des Hundes mittlerweile festgestellt worden sei. Der Hundehalter habe aber nun nach § 8 des Niedersächsisches Hundegesetzes eine Erlaubnis zum Halten gefährlicher Hunde beantragt. Dieser Antrag werde nun geprüft. „Das kann doch nicht sein, dass bis dahin nichts geschieht!“ war die Meinung der Politik dazu.

Das Runde muss ins Eckige, am besten auf Kunstrasen

Der B-Platz des VfB-Wülfel ist in einem nicht mehr bespielbaren Zustand. Da aber – auch durch das Vitalquartier – immer mehr Menschen beim Mittelfelder und Wülfeler Sportverein aktiv werden wollen, benötigt der Verein diese Sportfläche. Schon vor längerer Zeit beantragte der Verein bei der Stadt einen Kunstrasenplatzes. Bislang ist darüber noch nicht entschieden worden. „Das Runde muss ins Eckige, am besten auf Kunstrasen“, meinte nun auch die SPD-Fraktion und erkundigte sich in einer Anfrage in der jüngsten Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel am vergangenen Donnerstag nach dem Stand der Angelegenheit.

Noch muss der VfB Wülfel weiter abwarten. „In der aktuellen Bewerbungsrunde werden zwei weitere Kunststoffrasenplätze vergeben. Ob auf der Sportanlage des VfB Wülfel in dieser Runde ein Kunststoffrasenplatz gebaut wird, hängt von der Auswertung des aktuell laufenden Bewerbungsverfahrens ab“, teilte die Stadt mit. „Die Verwaltung wird den Ratsgremien im 2. Halbjahr 2021 einen Beschlussvorschlag zur Vergabe vorlegen.“

Der früherer Einsiedler Edelbert Aselmann war Gegenstand einer weiteren Anfrage der SPD. Die von der Künstlerin Hildegard Wegener geschaffene Figur des Döhrener Originals wurde dem Heimatbund – Ortsgruppe Döhren-Wülfel im kleinen Freien zur Aufbewahrung übergeben. Nun gibt es die Ortsgruppe schon seit längerem nicht mehr. „Die Figur selbst befindet sich im Besitz der Alloheim Sophieresidenz. Es handelt es sich bei der geschnitzten Figur um ein bedeutendes Werk der Döhrener Künstlerin Hildegard Wegener. Deshalb sollte die Figur jedenfalls langfristig wieder in den Besitz der Landeshaupt Hannover als Eigentümerin gelangen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein“, heißt es in der Anfrage. Die Antwort: „Es handelt sich um eine formlose Leihvereinbarung. Ein Wechsel des Standortes kann nach Einschätzung der Verwaltung befristet oder unbefristet erfolgen. Verwaltungsseitig wird für eine Verlagerung des Kunstwerks aktuell keine Veranlassung gesehen“ Aber es soll der Frage nachgegangen werden, ob die Figur im geplanten Neubau des Freizeitheims ausgestellt werden kann. Auch die Möglichkeit eines Legendenschildes mit Erläuterungen an der nach Aselmann benannten Brücke an der Leineinsel wird geprüft.

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